Weihnachtspredigt für Tiere

5. Januar 2021

von Ernst Wiechert (1887 – 1950)  —  Wiechert, in den Wäldern des einstigen Ostpreußens aufgewachsen, war zu Lebzeiten  –  vom Naziregime argwöhnisch beäugt und beschränkt, kurze Zeit ins KZ gesperrt – einer der beliebtesten deutschsprachigen Schriftsteller. Aus urheberrechtlichen Gründe (Schutzfristverfall) können wir Ihnen den Text erst jetzt im neuen Jahr fast zu Ende derWeihnachtszeit bringen. Er erscheint uns, auch wenn er vielleicht moderne Sprachmode  nicht mehr so ganz entspricht, zeitlos.

Und es waren Hirten in derselbigen Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des nachts ihre Herden. Ja, ihr wart dabei. Als das Licht der Liebe über die Erde fiel und des Herrn Engel in die Verkündigung trat, wart ihr dabei. Aus dem Dunkel des Stalles wandtet ihr eure großen, sanften Augen nach dem Schrei der Gebärenden und dem Strahlenden um ihren Scheitel. Eine Krippe war des Kindes erstes Haus. Bei euch ward es geboren, gekleidet, angebetet. Über eurem Dach stand der Stern. Die Menschen hatten keinen Raum, aber ihr hattet Raum,

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Friede der Kreatur

25. Dezember 2020

Spinnen waren mir auch zuwider
All meine jungen Jahre,
Ließen sich von der Decke nieer
In die Scheitelhaare,
Saßen verdächtig in den Ecken
Oder rannten, mich zu schrecken,
Über Tischgefild und Hände,
Und das Töten nahm kein Ende.

Erst als schon die Haare grauten,
Begann ich sie zu schonen,
Mit den ruhiger Angeschauten
Brüderlich zu wohnen;
Jetzt mit ihren kleinen Sorgen
Halten sie sich still geborgen,
Läßt sich einmal eine sehen,
Lassen wir uns weislich gehen.

Hätt ich nun ein Kind, ein kleines,
In väterlichen Ehren,
Recht ein liebliches und feines,
Würd ich’s mutig lehren,
Spinnen mit dem Händchen fassen
Und sie freundlich zu entlassen;
Früher lernt‘ es Friede halten,
Als es mir gelang, dem Alten!

Gottfried Keller
(1819 -1890)

 

 

Walnüsse

12. Dezember 2020

Neue Studie: Walnüsse reduzieren Risiko für Herzerkrankungen – Loma Linda, Kalifornien/USA | 07.12.2020 | APD | Forscher der adventistischen Loma-Linda-Universität in Kalifornien/USA im Fachbereich Public Health (öffentliche Gesundheit) und der Lipid Clinic der Universität Barcelona/Spanien veröffentlichten im vergangenen Monat Ergebnisse, die zeigen, dass der Verzehr von Walnüssen bei älteren Erwachsenen sechs von zehn sogenannten Entzündungsmarkern im Blut um bis zu 11,5 Prozent reduziert. 

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Terror

13. November 2020

Terror ist jetzt in Österreich im Gespräch. Nicht der Terror, den wir Menschen täglich gegen Millionen Tiere üben; auch nicht die Aktionen, die die USA und ihre Verbündeten vor etlichen Jahren gegen den Irak führten und die 100.000 Menschen  den Tod brachten,  letztlich den Islamischen Staat gedeihen ließen  und zu bis zu uns  brandenden Fluchtströmen führten.  Nein, Gesprächsthema ist der Terrorakt eines IS-Anhängers zu Allerseelen in Wien,  dem schmerzlich vier Passanten  zum Opfer fielen. Die Republik Österreich hat laut Medien gut 200 IS-Sympathisanten ins Gefängnis gesteckt, einen sogar für zwanzig Jahre, hat also faktisch dem IS im fernen Irak sozusagen den krieg erklärt. Da wundert es fast ein wenig, wenn wir uns wundern, dass  der IS, dem man ja besondere Brutalität attestiert,  einmal zurück schlägt. Und es wundert noch mehr, dass unsere Republik, unsere Regierung nur so stümperhaft für Verteidigung gesorgt hat.

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Bernard Shaw

3. November 2020

Gestern vor 70 Jahren, am 2. November 1950 ist Georg Bernard Shaw, Schriftsteller von Weltgeltung, einer der Großen im Vegetarismus gestorben. Aus diesem Anlass eine vor zehn Jahren in der Zeitschrift anima erschienene Würdigung:

Tiere sind meine Freunde – und ich esse meine Freunde nicht. 

George Bernard Shaw  – ein überzeugter Vegetarier

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Allerseelen

1. November 2020

100 Millionen Tiere  ob beseelt oder unbeseelt essen Österreicherinnen und Österreicher jährlich. Für Deutschland  sind die Zahlen etwa zehnmal so hoch – eine Milliarde. Tiere nicht selten   qualvoll aufgezogen, häufig aus Qualzuchten,  jedenfalls meist traurig artwidrig gedrängt gehalten. Es wären weniger,  würden wir weiger Fleisch essen. Das wäre für uns gesünder und täte unserem Klima gut.

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Nixtamalisation

16. Oktober 2020

bezeichnet die Aufbereitung  von Mais mittels alkalischem Wasser (Holzasche, Kalk) zu einem ausreichenden wertvollem Hauptnahrungsmittel, wie sie schon lange vor Columbus in Mexiko üblich war, doch in Europa unbekannt blieb.  Näheres siehe  die Links unten.

Johann Wolfgang Goethe erzählt in seiner “Italienischen Reise” (1786):

“Von den Menschen wußte ich nur weniges und wenig Erfreuliches zu sagen. Sobald mir vom Brenner Herunterfahrendem der Tag aufging, bemerkte ich eine entschiedene Veränderung der Gestalt,

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x x x

1. August 2020

Schmutz gibt es genug in der Fleischbranche. Das ist bekannt. Schweine, vielem müssen ihrkurzes Leben lang über ihrem Dreck vegetieren, im Gestank ihrer Exkremente: Betonspaltenboden, noch immer nicht verboten. Nicht nur den Nutztieren, auch den Nutzmenschen, die letzlich m Auftrag der Verbraucher die Drecksarbeit verrichten, Tiere am Fließband zu töten, die Lebewesen in Fleisch zu verwandeln, könnte  es millde vormuliert häufig besser gehen. “Fremdarbeiter” in manch deutschen Schlachthöfen – ihre Situation ist seit langem bekannt, durch Corona wieder im Rampenlicht (siehe den Beitrag “Ausgebeutete”).

Die Möbelkette xxx Lutz bietet jetzt in ihren Filialresturants Schweinsschnitzel mit Beilage umm2,50 € an. Es ist sich wohl jeder bewusst, dass man für diesen Preis weder Nutzmenschen noch Nutztiere anständig behandeln kann. Viele Tierfreunde in Östereich sind empört. Medien berichteten. Ein an sich teures Lebensittel werde da verschleudert, als sei es fast wertloser Abfall.

Es heißt, der Konsument ist König. Sei dem wie es sei. jede Konsumentin, jeder Konsument kann entscheiden. wo er einkauft, ob Möbel  oder was immer.

E.L.

 

 

 

Franz Kafka

4. Juli 2020

Der weltberühmte Schriftsteller wurde gestern vor 137 Jahren, am 3.Juli 1883 in Prag in der österreichisch-ungarischen Monarchie geboren. Dass er Vegetarier war, ist kaum bekannt. Eine Würdigung:  http://www.vegetarisch.org/2019/06/03/franz-kafka-ein-engagierter-vegetarier/

Schießen, schaufeln, schweigen ?

29. Mai 2020
Mit 1.000 Wölfen werden wir in Österreich bald rechnen dürfen, meint Prof. Klaus  Hackländer. Sie vermehren sich exponentiell. Für den Menschen sei der Wolf eigentlich nicht gefährlich. Doch sollten Wanderreiter  Wolfsgebiete eher meiden, Erwachsene dort im Wald nachts  nicht spazieren, Kinder allein auch tagsüber nicht  und in  der Dämmerung besser nicht allein zu einsamen Schulbus-Haltestellen. So der Wildbiologe und Professor an der Universität für Bodenkultur Wien kürzlich Gast in der Sendung Punkt Eins im Radio Ö 1. Nachzulesen in seinem gerade erschienenen Buch „Er ist da. Der Wolf kehrt zurück“. Anlass für die Themenwahl waren neben diesem Werk jüngste Wolfsbesuche im Zillertal und anderen  Gegenden unserer Alpen sowie am Berliner Stadtrand. 

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