Martini – teilen oder fressen?

5. November 2021

Der 11.November, Martini, das Namensfest des Heiligen Martin, ist nach alter Tradition der Tag des „Ganslessens“. Martin wurde allerdings nicht des Gänse -Essens wegen verehrt, sondern weil er das Wenige, das er besaß, mit Armen teilte. Warum nicht es ihm nachmachen? Überhaupt wenn wir wissen, wie grauslich die Gänsemast heutzutage meist ist.

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Zum Welt Tierschutztag

3. Oktober 2021

Unser von Kapitalismus  und Erfolgsdenken dominiertes Zeitalter, das dem Menschen jegliche Maßlosigkeit in seinen Ansprüchen zugesteht, hat das Tier wie noch nie zuvor zur Sache, zum Produktionsmittel, zum Testinstrument degradiert. Daneben aber wächst auch die Intoleranz gegen jene Tiere, die dem Menschen keine Vorteile bringen, aber die man heute haßt und verfolgt, oder die Haustiere, die man, wenn sie unbequem werden, aussetzt oder sonstwie „entsorgt“. Wegwerftiere in einer Wegwerfgesellschaft, die, wenn sie noch Glück haben, im Tierheim landen und die Welt nicht mehr begreifen. Ganz zu schweigen von den „Ekeltieren“, die man mit grausamen Giftködern verfolgt, obwohl sie andererseits zu Millionen für das Wohl des Menschen in den Labors gefoltert werden.

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Hühnerfleisch und Hygiene

2. August 2021

Die weithin übliche Brathähnchen-Produktion – genetisch zu Fleischpaketen hochgezüchtete Tiere (Schlagwort Qualzucht), gemästet in ein paar Wochen vom Küken zur fertigen „Ware“zu Zigtausenden in Massenställen auf engstem Raum –  lässt sensible Tierfreunde schaudern. Auch die Hygiene, die Verkeimung des Fleisches war stets ein Problem. Erinnern Sie sich noch an den geplatzten Handelspakt TTIP und die Angst vor der Flut amerikanischer Chlorhühner?

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George Bernard Shaw

27. Juli 2021

„Zum Gedenken  an den am 26. Juli vor  165 Jahren geborenen Nobelpreisträger eine zu seinem 60.Todestag in der anima Nr.4/2010  erschienene Würdigung:
Tiere sind meine Freunde – und ich esse meine Freunde nicht. George Bernard Shaw  – ein überzeugter Vegetarier

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Hurra! Bauern spritzen keine Gifte!?

5. Mai 2021

Ein bahnbrechendes Urteil des Bezirksgerichtes Graz – Ost: „Namhafte Europarechtsexperten kamen zum Schluss, dass ein Totalverbot von Glyphosat nicht möglich ist. Sohin ist die Bezeichnung „Gift“ für Glyphosat jedenfalls unzulässig!  Die Landwirtschaft braucht Glyphosat, also ist es kein Gift. Es sind ja keine Mediziner oder Chemiker die das gesagt haben sondern Rechtsexperten. Denen muss man glauben. Doch der Reihe nach. Weiter  https://www.umsvieh.at/?p=930

Erbarmen

4. April 2021

Erbarmen – ein Entrüstungsruf und Fürbitte
von Peter Rosegger  1843 – 1918) 

 Ostern – Zeit der Besinnung. Den nachstehenden Artikel  hat der Dichter aus der steirischen Waldheimat vor 130 Jahren geschrieben und in seiner Zeitschrift der Heimgarten im Jahrgang 1891/92 veröffentlicht.   Die  öffentliche Meinung und auch die Gesetze haben sich seither geändert.  Doch ist die Praxis quwantitativ gesehen nicht eher schlimmer geworden?  Die beschriebene „gemütliche“ Form des Tiere-Quälens ist industrieller Akkord-Hektik gewichen;

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Ostereier

22. März 2021

Ei?
Besser kein’s,
doch wenn schon ein’s,
dann das Freilandei!
Aber nur mit einem Tierschutzsiegel, das diesen Namen verdient.

Z. B. (in Österreich) das blau weiße Zeichen „TIERWOHL kontrolliert“. Dieses Zeichen tragen die Bio-Freilandeier der Marke „zurück zum Ursprung“ in den Filialen der Handelskette Hofer. Weiter  https://www.umsvieh.at/?p=897

 

Manfred Kyber

10. März 2021

Heute am 10. März vor 88 Jahren ist Manfred Kyber  gestorben, gerade als das nationalsozialistische Gewaltregime Andersdenkende zu terrorisieren begann. Der 1880 geborene Dichtler deutschbaltischer Herkunft war  esoterischer Weltanschauung verbunden. Sein Werk ist von Menschen- und Tierliebe getragen. Bekannt wurde Kyber vor allem durch seine Tiergeschichten, in denen er menschliche Unzulänglichkeiten humorvoll aufs Korn nahm.  Etliche seiner Schriften sind im Internet im Projekt Gutenberg zu lesen,

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Muttergebundene Kälberaufzucht

27. Februar 2021
Es steht außer Zweifel: wären wir alle Veganer oder wie man früher sagte “Sttrenge Vegetarier”, gäbe es kein Tierschutz Problem  Bei Milchprodukten. Einfach weil es diese nicht mehr gäbe.    Seit eineinhalb Jahrhunderten werben strenge Vegetarier für milchfreie Ernährung, seit mehr als 75 Jahren gibt es in England eine vegane Vereinigung, seit mehr als 20 Jahren eine Vegane Gesellschaft in Österreich. Seit einem Jahrzehnt gibt es in der Öffentlichkeit geradezu einen Vegan – Boom. Dennoch hat die Zahl der Veganer bisher 1 oder 2 % der Bevölkerung nicht überschritten. Weil zwar

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Weihnachtspredigt für Tiere

5. Januar 2021

von Ernst Wiechert (1887 – 1950)  —  Wiechert, in den Wäldern des einstigen Ostpreußens aufgewachsen, war zu Lebzeiten  –  vom Naziregime argwöhnisch beäugt und beschränkt, kurze Zeit ins KZ gesperrt – einer der beliebtesten deutschsprachigen Schriftsteller. Aus urheberrechtlichen Gründe (Schutzfristverfall) können wir Ihnen den Text erst jetzt im neuen Jahr fast zu Ende derWeihnachtszeit bringen. Er erscheint uns, auch wenn er vielleicht moderne Sprachmode  nicht mehr so ganz entspricht, zeitlos.

Und es waren Hirten in derselbigen Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des nachts ihre Herden. Ja, ihr wart dabei. Als das Licht der Liebe über die Erde fiel und des Herrn Engel in die Verkündigung trat, wart ihr dabei. Aus dem Dunkel des Stalles wandtet ihr eure großen, sanften Augen nach dem Schrei der Gebärenden und dem Strahlenden um ihren Scheitel. Eine Krippe war des Kindes erstes Haus. Bei euch ward es geboren, gekleidet, angebetet. Über eurem Dach stand der Stern. Die Menschen hatten keinen Raum, aber ihr hattet Raum,

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